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Informationen zur Ausbildung

1. Aufgaben der Rechtsanwaltskammer

Die Rechtsanwaltskammer ist für die Berufsausbildung zum/zur Rechtsanwaltsfachangestellten zuständig. Ausbildungsverträge werden hier eingetragen und die Berufsausbildung durch unsere Mitglieder (Ausbildungsberater: RA. Hans Georg Warken) überwacht. Der Berufsbildungsausschuss wird in allen wichtigen Angelegenheiten zur Berufsausbildung gehört. Die Erstellung der Prüfungsaufgaben erfolgt durch den Prüfungsausschuss. Für die Organisation und Ausbildungsfragen ist die Geschäftsstelle zuständig.

2. Ausbildungsdauer

Die Ausbildung zum/zur Rechtsanwaltsfachangestellten dauert in der Regel 3 Jahre. Die Verkürzung der Ausbildungszeit ist jedoch möglich. Die Ausbildung erlebt ihre praktische Seite in der Kanzlei, die theoretische in der Berufsschule mit den folgenden Fächern, die auch Prüfungsfächer sind:

  • Rechts-, Wirtschafts- und Sozialkunde
  • Rechnungswesen
  • Zivilprozessrecht
  • Rechtsanwaltsgebührenrecht
  • Fachbezogene Informationsverarbeitung

Die Ausbildung zum/zur Rechtsanwaltsfachangestellten ist eine duale Ausbildung, d.h. der Besuch der Berufsschule und die Ausbildung in einer Rechtsanwaltskanzlei erfolgen parallel.

3. Berufsschule

Kaufmännisches Berufsbildungszentrum I
Stengelstraße 29
66117 Saarbrücken
www.kbbz1.de  

Berufsschulpflicht
Auszubildende sind unabhängig von der gesetzlichen Berufsschulpflicht bis zur Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses berufsschulpflichtig.

Einen Vordruck zur Anmeldung bei der Berufsschule finden Sie im Formularcenter.

4. Ausbildungsvergütung

Die Rechtsanwaltskammer des Saarlandes sieht nach wie vor davon ab, eine Ausbildungsvergütung vorzuschreiben. In § 17 des Berufsbildungsgesetzes ist jedoch geregelt, dass eine angemessene Vergütung zu zahlen ist. Insoweit wurde in der Kammerversammlung vom 02.05.2001 über die Untergrenze der Angemessenheit der Ausbildungsvergütung ausführlich debattiert. Der Vorstand hat nach Maßgabe der Erörterungen in dieser Kammerversammlung beschlossen, dass die Untergrenze der Angemessenheit der Ausbildungsvergütung für das 1. Lehrjahr bei 310,00 € liegt.

Nach § 17 BBiG ist die Ausbildungsvergütung nach dem Lebensalter des Auszubildenden so zu bemessen, dass sie mit fortschreitender Berufsausbildung, mindestens jährlich, ansteigt. Es wird darauf hingewiesen, dass bei einer Ausbildungsvergütung von mehr als 325,00 € die Sozialversicherungsbeiträge zur Hälfte zu Lasten der Auszubildenden gehen. Die gesetzlich gebotenen Steigerungen sollen so bemessen werden, dass sie sich im Hinblick auf den Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung und der damit verbundenen Reduzierung der Nettovergütung für den Auszubildenden nicht ins Gegenteil verkehren.

5.   Berufsausbildungsvertrag

Alle Formulare und Vordrucke, die zum Abschluss eines Ausbildungsvertrages und zur Eintragung in das Berufsausbildungsverzeichnis erforderlich sind, finden sie im Formularcenter.

6.   Urlaubsrechner

Die korrekte Berechnung des Urlaubsanspruchs gestaltet sich - gerade bei minderjährigen Auszubildenden - oft schwierig. Der Urlaubsrechner erleichtert Ihnen die Berechnung.